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Privathaftpflichtversicherung als freiwillige Versicherung

Der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung ist freiwillig und als Sonderausgabe steuerlich absetzbar. Allerdings sind Sie in besonderen, aus der Sicht des Gesetzgebers "riskanten" Bereichen, zum Abschluss einer speziellen Haftpflichtversicherung verpflichtet. Zum Beispiel benötigen:

  • Jäger eine Jagdhaftpflichtversicherung
  • PKW-Halter eine Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Hunde- oder Pferdehalter bzw. Besitzer anderer exotischer Tiere eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung.

Das Gesetz schreibt eine unbegrenzte Haftung vor. Die private Haftpflichtversicherung springt aber nur bis zur vereinbarten Deckungssumme ein. Dies ist der Höchstbetrag, den sie zahlt. So empfiehlt es sich, die höchstmögliche Deckungssumme - meistens in Höhe von 10 Millionen Euro - zu wählen, um Deckungslücken zu vermeiden.

Die private Haftpflichtversicherung gilt auch für Urlaube und längere Auslandsaufenthalte, jedoch können sich Konditionen der Anbieter voneinander unterscheiden. Häufig gewähren die Versicherer für Aufenthalte in der Europäischen Union einen zeitlich unbegrenzten Versicherungsschutz. Oft beschränkt sich, je nach Reiseziel, der Versicherungsschutz jedoch auf ein bis drei Jahre.

Privathaftpflichtversicherung deckt Missgeschicke im Alltag ab

Stellen Sie sich folgende Situationen vor: Sie fahren mit dem Fahrrad auf dem Radweg und streifen beim Überholen einen anderen Radler. Er fällt hin und verletzt sich dabei schwer. Oder Sie parken ein anderes Fahrzeug zu, der andere Autofahrer verpasst einen wichtigen Termin und muss deswegen eine Vertragsstrafe zahlen.

Da Sie nach dem Gesetz für alle Schäden, die Sie selbst verursachen, haften, müssen Sie aus Ihrer eigenen Tasche und in unlimitierter Höhe Schadensersatz leisten. Diese Schäden entstehen wegen der schuldhaften Verletzung einer Vertrags- und Sorgfaltspflicht oder der Gefährdungshaftung des Verursachers.

Die Schäden können als Personenschäden Leib und Leben anderer Menschen, als Sachschäden fremde Gegenstände oder als Vermögensschäden entgangenes Vermögen anderer Personen betreffen.

Zum Beispiel erleidet der Autofahrer, der den Termin versäumt, einen Vermögensschaden. Beim verletzten Radler entstünden etwaige Schäden am Fahrrad, Arztkosten und gegebenenfalls würde ein Schmerzensgeld anfallen. Je nach Schwere der Verletzung kommen noch die Kompensation des Verdienstausfalls sowie eine lebenslange Rentenzahlungspflicht wegen Erwerbsunfähigkeit hinzu. So kann die Schadensersatzforderung ganz schnell auf etliche Millionen Euro steigen.

Sie sind daher gut beraten, eine Privathaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme abzuschließen, damit entstehende Schäden seitens der Versicherung beglichen werden. Dabei prüft die Versicherung die Frage ob - bzw. in welcher Höhe - eine Schadensersatzforderung besteht und wehrt ungerechtfertigte Forderungen ab. Außerdem kümmert Sie sich um den Prozess und übernimmt im Falle eines Rechtsstreits die entstehenden Kosten.

Versicherungswechsel

Privathaftpflichtversicherung kündigen und wechseln

Sie können die private Haftpflichtversicherung bis spätestens drei Monate zum Ablauf des Versicherungsvertrages kündigen. Anschließend verlängert sich der Versicherungsvertrag automatisch um zwölf Monate. Die Privathaftpflichtversicherung mit zehn- und fünfjähriger Laufzeit dürfen Sie erst zum Ablauf des dritten Jahres und anschließend jedes Jahr drei Monate zum Ablauf kündigen.

Nach einem Schadensereignis lässt sich der Versicherungsvertrag entweder binnen eines Monats oder zum Ende des Versicherungsjahres kündigen, nachdem der Versicherer den Schaden reguliert hat. Sie können nach einer Erhöhung der Prämien den Vertrag binnen eines Monats frühestens zu dem Tag kündigen, an dem die Erhöhung wirksam wird.

Fällt das versicherte Risiko weg, können Sie die Versicherung sofort und unabhängig von der Laufzeit aufheben lassen. Die zu viel bezahlten Beiträge erhalten Sie wieder zurück.

Versicherungsleistungen

Leistungen einer privaten Haftpflichtversicherung

Die Privathaftpflicht versichert ab Vertragsbeginn alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Versicherungsnehmer unabsichtlich und fahrlässig verursacht hat. Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Versicherungsnehmer die gebotene Sorgfaltspflicht missachtet.

Konkret umfasst der Versicherungsschutz je nach Bedingungen alle Schäden,

  • die der Versicherungsnehmer als Verkehrsteilnehmer, Sportler, Mieter und als Halter zahmer Haustiere, wie Goldfische, Meerschweinchen, Katzen, Vögel oder Kaninchen verursacht,
  • die er als Urlauber im Ausland verursacht oder
  • die durch auslaufende Waschmaschinen verursacht werden.

Zum Teil ersetzt die Privathaftpflichtversicherung auch Schäden, die der Versicherungsnehmer als Mieter, zum Beispiel an den Türen oder Fenstern der gemieteten Wohnung verursacht.

Oft umfassen die Versicherungsbedingungen auch das Tagesmutterrisiko. Dieses entsteht, wenn Sie fremde Kinder als Tagesmutter in Ihrer eigenen Wohnung betreuen. Beachten Sie dabei, dass die Tätigkeit als Tagesmutter außerhalb Ihrer Wohnung meistens nicht im Versicherungsschutz enthalten ist.

Die Privathaftpflichtversicherung bezahlt keine Schäden,

  • die der Versicherungsnehmer selbst erleidet
  • die vorsätzlich, also bewusst und absichtlich, verursacht wurden
  • aus strafbaren Handlungen
  • aus beruflicher Tätigkeit
  • aus der Verletzung von Dienst- und Amtspflichten
  • oder die im Zusammenhang mit An-, Aus-, Um- und Neubauten oder der Vermietung von Immobilien entstanden sind. In diesen Fällen springt die Bauherrenhaftpflicht- bzw. die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ein, falls Sie diese abgeschlossen haben. Andernfalls müssen Sie für diese Schäden selbst aufkommen.

Ebenso verweigert die Versicherung die Zahlung, wenn Sie vor Vertragsschluss etwaige Vorschäden verschwiegen haben.

Im Fall der groben Fahrlässigkeit haben die Versicherer das Recht, ihre Leistungspflicht entsprechend des Grades der groben Fahrlässigkeit zu mindern. Diese liegt dann vor, wenn der Versicherungsnehmer die Sorgfaltspflicht in "ungewöhnlich hohem Umfang" vernachlässigt, obwohl die Folgen vorhersehbar und vermeidbar sind. Typische Beispiele sind das Übersehen einer roten Ampel oder die fehlende Bewachung angezündeter Kerzen.

Familienhaftpflicht

Familienhaftpflicht für Ehegatten, Lebenspartner und Hauspersonal

Normalerweise umfasst der private Haftpflichtversicherungsschutz in der Single-Variante nur den Versicherungsnehmer. Im Rahmen eines Familientarifs können außerdem folgende Personen mitversichert werden:

  • Ehegatte
  • im Haushalt des Versicherungsnehmers mitlebende Lebenspartner sowie leibliche, Pflege-, Adoptiv- oder Stiefkinder
  • andere, im Haushalt des Versicherungsnehmers mitlebende Personen, wie Au-Pair-, Haus- und Kindermädchen oder Putzfrauen
  • alleinstehende Angehörige wie Geschwister und Großeltern des Versicherungsnehmers, die im Haushalt mitwohnen.

Die Familienhaftpflicht ist wie eine normale Privathaftpflichtversicherung in der Single-Variante ausgestaltet, erfasst aber alle, die im Haushalt des Versicherten leben. Für eine gewisse Zeit gilt auch der Familien-Versicherungsschutz für Kinder im Ausland, die an einem Schüler-Austauschprogramm teilnehmen.

Familienhaftpflicht - Haftung und Mitversicherung der Kinder

Beachten Sie, dass volljährige Kinder bei den Eltern nur dann weiterhin mitversichert sind, wenn sie unmittelbar nach der Schulzeit eine Berufsausbildung oder ein Studium begonnen haben und noch bei den Eltern wohnen. Die Kinder fallen spätestens dann aus dem Versicherungsschutz heraus, wenn sie nach dem Abschluss ins Berufsleben einsteigen.

Die Kinder benötigen ab der Volljährigkeit eine eigene Privathaftpflichtversicherung, wenn sie

  • sich weder in einer Ausbildung noch in einem Studium befinden
  • sie eine Zweitausbildung bzw. ein Zweitstudium absolvieren
  • sie während der Ausbildung nicht mehr zu Hause wohnen oder heiraten.

Die Haftung der Kinder ist im Bürgerlichen Gesetzbuch differenziert geregelt. So haften Kinder unter sieben Jahren prinzipiell nicht, da ihnen die Einsichtsfähigkeit für die vielfältigen Gefahren fehlt und sie daher nicht deliktfähig sind. In einem solchen Fall geht der Geschädigte leer aus, denn die Familienhaftpflichtversicherung muss nicht zahlen.

Kinder ab 7 bis 18 Jahren müssen im vollen Umfang haften, wenn sie die notwendige Einsichtsfähigkeit besitzen. Im Straßenverkehr haften sie erst ab 11 Jahren, wenn sie kein vorsätzliches Delikt begangen haben. Typisches Beispiel: die Beschädigung abgestellter Autos. In diesen Fällen muss die Privathaftpflichtversicherung einspringen.

Familientarif - Haftung der Eltern für ihre Kinder

Allerdings haften die Eltern nach § 823 Abs. 1 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für die Schäden, die ihre Kinder herbeigeführt haben. Hintergrund: Die Eltern müssen ihre minderjährigen Kinder beaufsichtigen, um die Entstehung von Schäden zu vermeiden. Sie müssen daher keinen Schadensersatz leisten, wenn sie beweisen können, dass sie ihre Aufsichtspflichten erfüllt haben. Die Privathaftpflichtversicherung für Familien hilft den Eltern dabei, diesen Beweis zu erbringen.

Im Einzelnen kommt es bei einem Kleinkind darauf an, ob sich einer der Elternteile in der Nähe seines Kindes aufhielt, als der Schaden eintrat. Die Aufsichtspflicht ist jedoch zum Beispiel noch nicht verletzt, wenn dieser Elternteil das Zimmer kurzfristig verlassen hat, als es zum Schaden kam. Argument: Es ist in der Praxis nahezu unmöglich, das Kind ununterbrochen im Auge zu haben. Anders sieht es indessen aus, wenn der Schaden durch ein herumliegendes Feuerzeug verursacht worden ist.

Hat ein Kind im Alter von 7 bis 18 Jahren einen Schaden verursacht, müssen die Eltern nachweisen, ihre Aufsichtspflicht erfüllt zu haben. Beispiel: Ein Zehnjähriger verursacht mit seinem Rad einen Unfall. Die Eltern müssen dann nachweisen, dass ihr Kind die Verkehrsregeln umfassend kennt und sich als Radler sicher im Straßenverkehr bewegen kann.

Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro wählen

Wählen Sie eine Versicherungssumme von mindestens 3 Millionen Euro, um alle Schäden, insbesondere die Arzt- und Therapiekosten, abzudecken. Besser ist es natürlich, wegen der Vielzahl der Mitversicherten, die höchstmögliche Deckungssumme auszuwählen. Vereinbaren Sie außerdem gleich eine pauschale Versicherungssumme für alle Personen- und Sachschäden, um im Schadensfall die Auszahlung der gesamten Versicherungssumme zu erreichen - unabhängig davon, ob ein Personen- oder Sachschaden vorliegt.

Hintergrund: Meistens enthalten die Versicherungsbedingungen eine getrennte Deckungssumme für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden. Ohne pauschale Deckungssumme begrenzen die Versicherer die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle im Verlauf eines Versicherungsjahres häufig nur auf das Zweifache der vereinbarten Deckungssumme, obwohl diese für jeden einzelnen Schadensfall gilt.

Beachten Sie auch, dass bei unverheirateten Partnern gegenseitige Ansprüche nicht versichert sind. Typisches Beispiel: Ein Partner schädigt den anderen bei einem Unfall. Während der geschädigte Partner im Zweifel keine Ansprüche geltend macht, meldet sich möglicherweise die Krankenkasse des Geschädigten mit Ersatzansprüchen. Legen Sie deshalb unbedingt Wert darauf, dass Ihre Privathaftpflicht Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern, Krankenkassen oder Arbeitgebern mitversichert.