Rechtsschutz im Online Vergleich

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Rechtsschutz-Versicherungsvergleich - So viel können Sie sparen

Beispielrechnung:
  • Versicherte Bereiche: Privat, Beruf, Verkehr
  • Versicherungsnehmer: * 01.01.1987, Single, Öffentlicher Dienst
  • Günstigster Tarif: Badische proSB, 89,51€ jährlich (Selbstbeteiligung bis 500 €, Deckungssumme: min. 300.000 €)
  • Teuerster Tarif: ADVOCARD 360°, 355,62 € jährlich (Selbstbeteiligung 150 €, Deckungssumme: unbegrenzt)
Gesamtersparnis: 75 % Ersparnis in €: 266,11 Rechtsschutz ab 7,46 € monatlich Quelle: Customer Survey, 06/2016
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Günstige Rechtsschutzversicherung durch den Vergleich finden

Eine Rechtsschutzversicherung vermeidet bei Rechtsstreitigkeiten den finanziellen Ruin der Betroffenen. Viele Menschen halten eine Rechtsschutzversicherung trotzdem immer noch für weitgehend überflüssig. Dabei kann es mit Nachbarn, im Straßenverkehr oder im Beruf zu heftigen Streitigkeiten kommen. Finden diese kein friedliches Ende, trifft man sich häufig vor dem Richter wieder, was nervenaufreibend ist und zu unabsehbar hohen Kosten führen kann. "Recht haben" heißt nämlich noch lange nicht "Recht bekommen". So können Sie einen Prozess verlieren, auch wenn Sie glauben, im Recht zu sein.

Bei Rechtsstreitigkeiten fallen meistens folgende Kosten an, für die Sie aufkommen müssen:

  • Honorar für den eigenen Anwalt
  • Gerichts- und Prozesskosten
  • Gebühren für Gutachter, Sachverständige und Zeugen
  • Kosten des Gegners im Falle des Verlustes

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben, bleiben Sie von diesen Kosten bis zur vereinbarten Deckungssumme verschont. Sie können jederzeit Ihr Recht fordern oder ungerechtfertigte Ansprüche abwehren. Sie können sich auch von Top-Anwälten vertreten lassen. Im Rahmen einer solchen Versicherung verpflichtet sich der Versicherer, die notwendigen Leistungen für die Vertretung des Versicherten in dessen rechtlichen Belangen im vertraglichen Umfang zu erbringen. Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG), die allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie der gewählte Tarif regeln den Vertragsinhalt Ihrer Rechtsschutzversicherung.

Diese Versicherung eignet sich für Alleinstehende, Versicherungsnehmer mit Familie, Beamte, Unternehmer, Freiberufler und Existenzgründer gleichermaßen - denn sie alle wollen das Risiko verringern, in einen Prozess "hineingezogen" zu werden. Bei einem Familien-Rechtsschutz sind neben dem Versicherungsnehmer auch Ehepartner und Kinder mitversichert. Der Familien-Rechtschutz gilt auch für nichteheliche Lebenspartner und deren Kinder. Unverheiratete Kinder ab 18 Jahren sind mitversichert, sofern sie noch nicht dauerhaft berufstätig sind und bei den Eltern wohnen. Bei vielen Versicherern läuft die Mitversicherung volljähriger Kinder bis zur Vollendung des 25. oder 27. Lebensjahres.

Wenn Sie mit Ihrem Lebenspartner zusammengezogen sind und Sie beide eine Rechtsschutzversicherung haben, prüft Ihre Versicherungsgesellschaft, ob eine Doppelversicherung vorliegt. In diesem Fall wird der ältere Vertrag fortgeführt, während der neuere aufgehoben wird.

Versicherungswechsel

Rechtsschutzversicherung richtig kündigen und wechseln

Versicherungslücken sollten Sie unbedingt vermeiden: Kündigen Sie Ihre derzeitige Rechtsschutzversicherung daher erst, wenn Sie einen neuen Vertrag rechtswirksam abgeschlossen und die Bestätigung des neuen Versicherers erhalten haben. Kalkulieren Sie bei Ihrem neuen Tarif etwaige Wartezeiten ein.

Beachten Sie außerdem, dass die Kündigung in Schriftform erfolgen muss. Verwenden Sie dazu eines der zahlreichen Kündigungsmusterschreiben aus dem Internet. Übermitteln Sie diese per Post oder per Fax an den Versicherer. Um den Zugang Ihrer Kündigung beim Versicherer nachzuweisen, senden Sie das Schreiben am besten per Einschreiben mit Rückschein.

Achten Sie dabei auch auf die Kündigungsfristen Ihres derzeitigen Vertrages. Üblich sind folgende Fristen:

  • Sie können Rechtsschutzversicherungen mit einer einjährigen Laufzeit mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende kündigen. Sonst verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.
  • Tarife, deren Laufzeit weniger als ein Jahr beträgt, enden zum vereinbarten Vertragsende.
  • Sie dürfen Rechtsschutztarife mit einer Vertragsdauer von über drei Jahren erst zum Ablauf des dritten oder des sich anschließenden Jahres kündigen. Andernfalls verlängert er sich wieder um ein Jahr.
  • Rechtsschutzversicherungen mit einer Laufzeit von fünf Jahren können Sie nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz bereits im dritten Versicherungsjahr mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Singles mit einem Fünfjahresvertrag, die nach dem dritten Versicherungsjahr heiraten, dürfen unter Einhaltung der Dreimonatsfrist kündigen. Danach steht es Ihnen offen, in einen günstigeren Familienrechtsschutz zu wechseln.
  • Die Kündigungsfrist beträgt auch bei länger laufenden Rechtsschutzversicherungen ebenso drei Monate.

In folgenden Situationen steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu, das Ihnen ermöglicht, Ihren Versicherungsvertrag ohne Einhaltung von Kündigungsfristen zu beenden:

  • beim Schadensfall binnen eines Monats nach Schadensabwicklung
  • bei Ablehnung der Kostenübernahme im Schadensfall: Sie dürfen den Vertrag innerhalb eines Monats nach Erhalt des Ablehnungsschreibens fristlos kündigen.
  • bei Beitragserhöhung ohne gleichzeitige Verbesserung der Leistungen spätestens einen Monat, nachdem Sie die Beitragserhöhung erhalten haben. Die Kündigung erfolgt mit sofortiger Wirkung, aber erst ab dem Zeitpunkt der Beitragserhöhung. Beachten Sie, dass die Erhöhung der Versicherungssteuer kein außerordentliches Kündigungsrecht begründet.
  • bei einem Risikowegfall, wenn das versicherte Risiko nicht mehr vorhanden ist. Typisches Beispiel: Sie besitzen eine Verkehrsrechtsschutzversicherung und melden Ihr Auto ab.

Was Sie bei der Zusammenstellung Ihres Rechtsversicherungsschutzes beachten müssen:

Es gibt Rechtsschutztarife in Hülle und Fülle und für die verschiedensten Bereiche des Lebens. Zudem bieten die Versicherer Single- und Familientarife an. So haben Sie die Qual der Wahl. Überlegen Sie also sehr genau, für welche Rechtsgebiete und für welche Personen Sie einen Rechtsschutz wirklich brauchen. Zum Beispiel ist es wenig sinnvoll, als Rentner eine Rechtsschutzversicherung im Arbeitsrecht abzuschließen.

Versicherungsleistungen

Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen dabei, Ihre Ansprüche zu verfolgen, wenn diese rechtlich begründet sind. Die Leistungspflicht Ihrer Rechtsschutzversicherung setzt immer einen Rechtsschutzfall voraus. Bei Rechtsschutzversicherungen mit Wartezeit darf dieser erst nach Ablauf der Karenzzeit eintreten. Ein Rechtsschutzfall liegt vor, wenn es einen Verstoß gegen Gesetze oder rechtliche Pflichten gegeben hat. In diesem Fall stellen Sie eine Deckungsanfrage. Der Versicherer prüft dann, ob die Erfolgsaussichten einer Rechtsverfolgung hinreichend sind. Darüber hinaus spielt auch eine Rolle, dass Ihnen kein schuldhaftes Handeln vorgeworfen wird.

Die Rechtsschutzversicherung bezahlt:

  • die Kosten für einen Rechtsstreit, wie Gerichtskosten, Gebühren im Schlichtungs- und Schiedsverfahren, Zeugengelder, Ausgaben für Gutachter und Sachverständige
  • Gebühren für höchstens drei Vollstreckungsaufträge im Zwangsversteigerungsverfahren
  • Gutachterkosten im Bußgeld- und Strafverfahren
  • Anwaltskosten nach der gesetzlichen Gebührenordnung. Dabei dürfen Sie sich Ihren Anwalt selbst aussuchen.
  • Kosten des Gegners, falls Sie den Prozess verloren haben
  • bei Rechtsstreitigkeiten im Ausland die Gebühren für die Übersetzung notwendiger Unterlagen
  • häufig auch die Gebühren für Mediation, um Prozesse zu vermeiden
  • Strafkautionen im In- und Ausland meistens bis zu 50.000 €, damit der Versicherungsnehmer nicht in den Strafvollzug muss
  • Kosten für die Verteidigung im Bußgeldverfahren oder bei Ordnungswidrigkeiten für vorsätzlich und fahrlässig begangene Delikte

Lassen sich Ihre Forderungen nur teilweise durchsetzen, so gilt das sogenannte Quotenvorrecht. Muss der Gegner zum Beispiel einen Teil Ihrer Anwaltskosten ersetzen, so übernimmt Ihre Rechtsschutzversicherung den verbleibenden Teil.

Nicht bezahlt werden meistens:

  • Geldstrafen und Bußgelder
  • mangels Rechtsverstoßes die vorbeugende Rechtsberatung
  • die rechtliche Unterstützung beim Aufsetzen von Testamenten oder beispielsweise die Klärung der Frage, ob und wie "der reiche Onkel" sein Testament ändern kann
  • der Rechtsschutz für außergerichtliche oder gerichtliche Tätigkeiten
  • der Rechtsschutz bei vorsätzlich begangenen Straftaten
  • Reisekosten eines Rechtsanwalts zu einem auswärtigen Gericht

Beginn des Versicherungsschutzes und Wartezeit

Der Versicherungsschutz beginnt entweder wie im Versicherungsvertrag angegeben oder wenn Sie spätestens zwei Wochen nach Eingang der Rechnung Ihren Beitrag bezahlen. In bestimmten Fällen müssen Sie außerdem eine gewisse Wartezeit einhalten, um verdeckte Risiken auszuschließen. Diese beträgt meistens drei Monate ab Versicherungsbeginn. Die Wartezeit kann je nach Anbieter und Art des Rechtsschutzes unterschiedlich lang ausfallen. Zum Beispiel beträgt die Karenzzeit beim erweiterten Eherechtsschutz bis zu drei Jahren.

Denken Sie also rechtzeitig darüber nach, in welchem Bereich Sie möglicherweise eine Rechtsschutzversicherung benötigen.

Bei folgenden Rechtsgebieten ist mit einer Wartezeit zu rechnen:

  • Arbeits- und Sozialrecht
  • Steuerrechtsschutz vor Gerichten
  • Vertrags- und Sachenrecht
  • Mietrecht
  • Ehe- und Scheidungsrecht

In folgenden Rechtsschutztarifen gibt es keine Wartezeit:

  • Strafrechts- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
  • Schadensersatz-Rechtsschutz
  • Disziplinar- und Standesrechtsschutz

Versicherungsmodule

Varianten der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut. So steht es Ihnen offen, zu entscheiden, ob Sie ein Komplettpaket abschließen oder Sie sich nur für den Bereich versichern, in dem Sie die meisten Rechtsstreitigkeiten erwarten, ohne ein kostspieliges Kombipaket buchen zu müssen. Schließlich können Sie Ihren Rechtsschutz an Ihre Lebensumstände und Bedürfnisse anpassen. Der Privat-, Berufs-, Miet- und Verkehrsrechtsschutz ist die häufigste Kombination.

Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass es keine einzelne Rechtsschutzversicherung für alle möglichen Rechtsstreitigkeiten gibt - auch das größte Paket unterliegt gewissen Einschränkungen.

Die Rechtsschutzversicherungsbausteine decken im Wesentlichen die Bereiche Privates, Beruf, Familie, Verkehr und Vermietung ab.

Folgende Varianten der Rechtschutzversicherung gibt es:

  • Privatrechtschutz für Konflikte im Privatbereich: Hierunter fallen zum Beispiel der Ärger mit Nachbarn, Streitigkeiten mit Dienstleistern und Händlern oder Reklamationen bei Urlaubsreisen.
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht: Hierzu gehören zum Beispiel Gewährleistungsansprüche aus einem Kaufvertrag oder Uneinigkeit mit einem Handy-Provider wegen bestimmter Positionen auf der Rechnung. Ein Fall für die Rechtsschutzversicherung ist auch, wenn der Zahlungsempfänger eine ihm versehentlich überwiesene Zahlung nicht zurückerstattet.
  • Rechtsschutz für Eigentümer von Gebäuden, Grundstücken und Wohnungen: Diese Versicherung springt ein, wenn Sie sich juristisch zum Beispiel gegen Belästigungen wehren müssen, die vom Nachbarn ausgehen.
  • Arbeitsrechtsschutz, der Konflikte aus Arbeitsverhältnissen abdeckt: Dazu zählen Kündigungen durch den Arbeitgeber, fehlerhafte Arbeitszeugnisse, Betriebsrentenstreitigkeiten, ausstehende Gehaltszahlungen oder eine ungerechtfertigte Abmahnung.
  • Verkehrsrechtsschutz für Probleme im Zusammenhang mit Fahrzeugen: Darunter fallen Konflikte mit Kfz-Händlern und Werkstätten. Hinzu kommen auch Verkehrsunfälle, in die auch routinierte Fahrer schnell verwickelt werden können.
  • Rechtsschutz mit den Bereichen Ehe- und Unterhaltssachen: Dieser Rechtsschutz umfasst das Verfolgen der rechtlichen Interessen bei Trennung, Scheidung und Unterhalt.
  • Beratungsrechtsschutz, wenn sich die rechtliche Situation des Versicherungsnehmers im Erb- und Lebenspartnerschaftsrecht ändert.
  • Mieter- und Vermieterrechtsschutz für Streitigkeiten zwischen Mieter und Vermieter: Darunter fallen zum Beispiel Mietrückstände, Mieterhöhungen, fehlerhafte Betriebskostenabrechnungen, Kündigung wegen Eigenbedarf oder Mietminderungen wegen Mängeln an der Wohnung.
  • Strafrechtsschutz wegen der fahrlässigen Begehung von Straftaten.
  • Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz für fahrlässig begangene Delikte, die nicht als Straftat gelten und für die eine Geldbuße anfällt. Typisches Beispiel: Sie überfahren bei Rot eine Ampel.
  • Firmenrechtsschutz für Unternehmer, Freiberufler oder Existenzgründer für Konflikte in Verbindung mit ihrer beruflichen Tätigkeit
  • Steuer-Rechtsschutz für Prozesse vor dem Finanzgericht. Gängiges Beispiel: Das Finanzamt erkennt Ihre Aufwendungen nicht komplett als Werbekosten an.
  • Sozialgerichts-Rechtsschutz für die rechtliche Vertretung vor den deutschen Sozialgerichten. Beispiel: Das Sozialgericht muss klären, ob und in welcher Höhe der Versicherte erwerbsunfähig ist.

Die Familienhaftpflicht ist wie eine normale Privathaftpflichtversicherung in der Single-Variante ausgestaltet, erfasst aber alle, die im Haushalt des Versicherten leben. Für eine gewisse Zeit gilt auch der Familien-Versicherungsschutz für Kinder im Ausland, die an einem Schüler-Austauschprogramm teilnehmen.

Familienhaftpflicht - Haftung und Mitversicherung der Kinder

Beachten Sie, dass volljährige Kinder bei den Eltern nur dann weiterhin mitversichert sind, wenn sie unmittelbar nach der Schulzeit eine Berufsausbildung oder ein Studium begonnen haben und noch bei den Eltern wohnen. Die Kinder fallen spätestens dann aus dem Versicherungsschutz heraus, wenn sie nach dem Abschluss ins Berufsleben einsteigen.

Die Kinder benötigen ab der Volljährigkeit eine eigene Privathaftpflichtversicherung, wenn sie

  • sich weder in einer Ausbildung noch in einem Studium befinden
  • sie eine Zweitausbildung bzw. ein Zweitstudium absolvieren
  • sie während der Ausbildung nicht mehr zu Hause wohnen oder heiraten.

Die Haftung der Kinder ist im Bürgerlichen Gesetzbuch differenziert geregelt. So haften Kinder unter sieben Jahren prinzipiell nicht, da ihnen die Einsichtsfähigkeit für die vielfältigen Gefahren fehlt und sie daher nicht deliktfähig sind. In einem solchen Fall geht der Geschädigte leer aus, denn die Familienhaftpflichtversicherung muss nicht zahlen.

Kinder ab 7 bis 18 Jahren müssen im vollen Umfang haften, wenn sie die notwendige Einsichtsfähigkeit besitzen. Im Straßenverkehr haften sie erst ab 11 Jahren, wenn sie kein vorsätzliches Delikt begangen haben. Typisches Beispiel: die Beschädigung abgestellter Autos. In diesen Fällen muss die Privathaftpflichtversicherung einspringen.

Familientarif - Haftung der Eltern für ihre Kinder

Allerdings haften die Eltern nach § 823 Abs. 1 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für die Schäden, die ihre Kinder herbeigeführt haben. Hintergrund: Die Eltern müssen ihre minderjährigen Kinder beaufsichtigen, um die Entstehung von Schäden zu vermeiden. Sie müssen daher keinen Schadensersatz leisten, wenn sie beweisen können, dass sie ihre Aufsichtspflichten erfüllt haben. Die Privathaftpflichtversicherung für Familien hilft den Eltern dabei, diesen Beweis zu erbringen.

Im Einzelnen kommt es bei einem Kleinkind darauf an, ob sich einer der Elternteile in der Nähe seines Kindes aufhielt, als der Schaden eintrat. Die Aufsichtspflicht ist jedoch zum Beispiel noch nicht verletzt, wenn dieser Elternteil das Zimmer kurzfristig verlassen hat, als es zum Schaden kam. Argument: Es ist in der Praxis nahezu unmöglich, das Kind ununterbrochen im Auge zu haben. Anders sieht es indessen aus, wenn der Schaden durch ein herumliegendes Feuerzeug verursacht worden ist.

Hat ein Kind im Alter von 7 bis 18 Jahren einen Schaden verursacht, müssen die Eltern nachweisen, ihre Aufsichtspflicht erfüllt zu haben. Beispiel: Ein Zehnjähriger verursacht mit seinem Rad einen Unfall. Die Eltern müssen dann nachweisen, dass ihr Kind die Verkehrsregeln umfassend kennt und sich als Radler sicher im Straßenverkehr bewegen kann.

Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro wählen

Wählen Sie eine Versicherungssumme von mindestens 3 Millionen Euro, um alle Schäden, insbesondere die Arzt- und Therapiekosten, abzudecken. Besser ist es natürlich, wegen der Vielzahl der Mitversicherten, die höchstmögliche Deckungssumme auszuwählen. Vereinbaren Sie außerdem gleich eine pauschale Versicherungssumme für alle Personen- und Sachschäden, um im Schadensfall die Auszahlung der gesamten Versicherungssumme zu erreichen - unabhängig davon, ob ein Personen- oder Sachschaden vorliegt.

Hintergrund: Meistens enthalten die Versicherungsbedingungen eine getrennte Deckungssumme für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden. Ohne pauschale Deckungssumme begrenzen die Versicherer die Gesamtleistung für alle Versicherungsfälle im Verlauf eines Versicherungsjahres häufig nur auf das Zweifache der vereinbarten Deckungssumme, obwohl diese für jeden einzelnen Schadensfall gilt.

Beachten Sie auch, dass bei unverheirateten Partnern gegenseitige Ansprüche nicht versichert sind. Typisches Beispiel: Ein Partner schädigt den anderen bei einem Unfall. Während der geschädigte Partner im Zweifel keine Ansprüche geltend macht, meldet sich möglicherweise die Krankenkasse des Geschädigten mit Ersatzansprüchen. Legen Sie deshalb unbedingt Wert darauf, dass Ihre Privathaftpflicht Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern, Krankenkassen oder Arbeitgebern mitversichert.